Arztpraxen haben andere Anforderungen an Sauberkeit als ein normales Büro. Neben dem optischen Eindruck geht es um Infektionsschutz – für Patienten genauso wie für das Praxisteam. Wer eine Praxis betreibt, sollte wissen, worauf bei der Reinigung besonders zu achten ist, auch um im eigenen Hygieneplan die richtigen Anforderungen an einen externen Reinigungsdienst zu stellen.
Warum Praxisreinigung anders ist als Büroreinigung
In einer Praxis kommen täglich viele unterschiedliche Menschen zusammen, teils mit geschwächtem Immunsystem. Oberflächen, die häufig berührt werden – Türklinken, Lichtschalter, Armlehnen, Tresenflächen – sind ein zentraler Übertragungsweg für Keime und brauchen deshalb eine höhere Reinigungsfrequenz als in einem klassischen Büro.
Risikobereiche und Reinigungsintervalle
Praxen unterteilen ihre Räume üblicherweise in unterschiedliche Risikobereiche:
- Warte- und Empfangsbereich: hohe Kontaktfrequenz durch Patienten, tägliche Reinigung von Böden, Sitzflächen und häufig berührten Oberflächen.
- Behandlungsräume: je nach Fachrichtung teils mehrfach täglich zu reinigende und zu desinfizierende Flächen, insbesondere Liegen, Instrumentenablagen und Arbeitsflächen.
- Sanitärbereiche: besonders hohe Reinigungs- und Desinfektionsfrequenz, da hier das Infektionsrisiko am höchsten eingeschätzt wird.
Die genauen Intervalle und Desinfektionsmittel legt jede Praxis in ihrem eigenen Hygieneplan fest – dieser richtet sich unter anderem nach den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts und wird meist von der Praxisleitung oder einer Hygienebeauftragten festgelegt.
Reinigung ist nicht gleich Desinfektion
Ein wichtiger Unterschied, der in der Praxis oft übersehen wird: Reinigung entfernt sichtbaren Schmutz, Desinfektion reduziert gezielt die Keimzahl auf einer Oberfläche. Beides hat seinen Platz – in medizinischen Bereichen reicht reine Reinigung häufig nicht aus, hier kommen zusätzlich geprüfte Desinfektionsmittel zum Einsatz, deren Auswahl in der Regel Teil des praxisinternen Hygieneplans ist.
Was ein externer Reinigungsdienst leisten sollte
- Verständnis für die Unterscheidung zwischen Reinigungs- und Desinfektionsbereichen
- Bereitschaft, sich am Hygieneplan der Praxis zu orientieren statt ein Standardschema überzustülpen
- Flexible Zeitfenster außerhalb der Sprechzeiten, um den Praxisbetrieb nicht zu stören
- Diskretion und Verlässlichkeit, da Reinigungskräfte oft unbeaufsichtigt in sensiblen Bereichen arbeiten
Fazit
Praxisreinigung verlangt mehr Sorgfalt und Abstimmung als klassische Büroreinigung, weil hier Hygiene direkt mit Gesundheitsschutz zusammenhängt. RJCD Gebäudereinigung reinigt seit Jahren Arztpraxen in Dorsten und Umgebung und stimmt sich dabei eng mit der jeweiligen Praxisleitung ab.